„Eine Rede zu halten, 

ist ein Privileg“

So gelingt Ihre Ansprache

Manche schütteln eine kurze Ansprache scheinbar locker aus dem Ärmel. Andere geraten schon bei dem Gedanken daran ins Schwitzen. Die Gelegenheit zu einer Rede ist – egal ob das bei einer Firmenveranstaltung, Geburtstagsfeier oder zum Beispiel Hochzeit ist – in erster Linie etwas Schönes: „Eine Rede zu halten, ist ein Privileg“, sagt die Expertin Michaela Mojzis-Böhm. „Redner sollten sich dessen bewusst sein und den Augenblick genießen.“

Als professionelle Redenschreiberin weiß Mojzis-Böhm, worauf es bei der Firmenrede und anderen Gelegenheiten ankommt:

Neugier wecken zum Beginn

Starten Sie mit einer kurzen Geschichte, statt einer langatmigen Begrüßung. Das weckt gleich die Neugier beim Publikum. Das Begrüßungs-Protokoll können Sie dann später einbauen, wenn es überhaupt nötig ist.

Keine Entschuldigung

Viele Redner bitte als Erstes um Entschuldigung dafür, dass sie nervös sind, oder eigentlich gar keine Rede halten wollen. Das bringt die Vorfreude der Zuhörer direkt gegen Null. Wer die Herausforderung annimmt und seine Rede hält macht Eindruck, trotz eventuell zittriger Stimme zu Beginn und schwitzender Hände.

Eine zentrale Aussage

Zerbrechen Sie sich nicht den Kopf über viele Thesen und Theorien. Sie müssen auch nicht endlos viele Zahlen, Daten und Fakten auswendig lernen. Finden Sie EINE zentrale Aussage, die Sie mit Leidenschaft vertreten können. Diese Aussage lifert Ihnen den Roten Faden. Sie können den Kernsatz gern oft wiederholen. Den Rest der Rede entwickeln Sie um diesen Satz herum. Von großen Redner wie Martin Luther King („Ich habe einen Traum“) können wir lernen: Starke, simple Aussagen bewegen Menschen.

Ein starker Abgang

„An den Einstieg denkt fast jeder, den Ausstieg vergessen viele“, weiß die Redenschreiberin Mojzis-Böhm. Ein Appell zum Schluss setzt der Rede ein klares Ende. Das kann auch nur der Aufruf zum Diskutieren oder ausgelassenen Feiern sein. Für Gefühle zum Abgang und überraschten Applaus können Symbole oder kleine Geschenke sorgen.

Üben hilft

Auch die besten Redner stecken Zeit in die Vorbereitung ihrer Reden. Sie strukturieren den Inhalt, planen einen dramaturgischen Bogen und üben den Vortrag. Bitten Sie einfach einen Menschen Ihres Vertrauens um Rückmeldung nach einem Probedurchgang. Und wenn es Ihnen grad an Zeit und Ideen mangelt oder der Termindruck wächst, holen Sie sich Hilfe, zum Beispiel bei professionellen Redenschreibern.

 

Michaela Mojzis-BöhmDieser Gastbeitrag wurde von Michaela Mojzis-Böhm zur Verfügung gestellt – Die Kommunikationstrainerin hat „Meine Rede“ gegründet, einen Online-Service für individuelle Reden.